Münzen aus der DDR

Das Gebiet der DDR ist von Münzsammlern bislang weitestgehend unentdeckt geblieben. Verwunderlich, da doch kein Sammler deutscher Münzen den einstmals abgeschotteten Teil Deutschlands ausklammern kann. Hinzu kommt, dass viele dieser Münzen durch ihre formvollendete Gestaltung auffallen. Vielleicht jedoch lässt sich die Zaghaftigkeit unter den Sammlern mit den gebräuchlichen Umlaufmünzen der DDR erklären: Diese waren, mit nur wenigen Ausnahmen, aus leichtem Aluminium geprägt. Einen echten, spürbaren Materialwert hatte man also nicht in der Hand. Abwertend wurden diese Münzen schon damals als billige „Alu Chips“ bezeichnet.
Verständlicherweise macht dies Münzen aus der DDR nicht besonders attraktiv für Münzsammler. Oft jedoch wird vergessen, dass es neben diesen Umlaufmünzen auch einige Gedenkmünzen und Kursmünzsätze gibt, die in vergleichsweise geringer Stückzahl hergestellt wurden. Zwar gibt es einige wenige Gedenkmünzen, die in Millionen-Auflagen geprägt wurden, die meisten jedoch erreichen allenfalls eine Stückzahl im mittleren fünfstelligen Bereich. Von Gedenkmünzen der Kategorie „Polierte Platte“ gibt es sogar jeweils nur wenige tausend Exemplare. Entsprechende Beträge erzielen solche Münzen demnach auch auf dem heutigen Markt. Das wahre Potenzial der Münzen aus der DDR zeigt sich jedoch in Kursmünzsätzen. Einerseits befinden sich die Preise für diese noch immer in einem erschwinglichen Bereich, andererseits wurden viele diese Sätze aufgrund der geringen Herstellungszahl sogar schon aufgebrochen, um einzelne, seltene Münzen zu entnehmen. Bei diesen seltenen und schönen Münzvarianten handelt es sich um kleine, verborgene Schätze, die unter Kennern heiß begehrt sind und dennoch oft unter dem eigentlichen Preis feilgeboten werden. Diese Münzen stehen stellvertretend für viele andere aus dem Gebiet der DDR und machen diesen Bereich damit für Münzsammler zu einer Region mit vielen Möglichkeiten.

Gedenkmünzen aus der DDR